Erklärt

Was ist eine API-Anbindung und was bringt sie Ihrem Webshop?

Man hört es oft: "das machen wir per API". Was das bedeutet, wie es sich von Plugin oder CSV-Datei unterscheidet und wann Sie es selbst bauen.

Kurz gesagt

Eine API-Anbindung ist eine direkte, automatische Verbindung zwischen zwei Softwaresystemen über deren API, die vereinbarte Schnittstelle. Für einen Webshop heißt das: Bestand, Preise, Produktdaten und Bestellungen laufen von selbst hin und her, ohne Abtippen oder Dateiupload. Sie bauen die Anbindung selbst oder nutzen eine fertige Integration eines Anbieters.

Aktualisiert am 27. Oktober 2026 6 Minuten Lesezeit Vom StoreLinkr-Team
Auf dieser Seite
  1. Was ist eine API und was macht eine API-Anbindung?
  2. API, Plugin, CSV-Import oder fertige Integration?
  3. Selbst bauen oder einen Anbieter nutzen?
  4. Was StoreLinkr bietet: Integrationen und eine eigene API
  5. Häufige Fragen

Was ist eine API und was macht eine API-Anbindung?

Eine API ist ein Satz von Vereinbarungen, mit dem Software mit anderer Software sprechen kann, statt dass ein Mensch auf einem Bildschirm klickt. Stellen Sie sich den Schalter eines Systems vor: Sie fragen in fester Form etwas an und bekommen in fester Form eine Antwort 1. Eine API-Anbindung nutzt diesen Schalter, damit zwei Systeme zusammenarbeiten.

Bei einem Webshop geht es meist um vier Arten von Daten:

  • Bestand. Ein Verkauf im einen System senkt die Menge im anderen. Lesen Sie auch, wie Sie Bestand über Kanäle synchronisieren.
  • Preise. Eine Preisänderung an einer Stelle kommt überall an.
  • Produktdaten. Titel, Beschreibungen, Fotos und Attribute gehen von der Quelle zu den Kanälen.
  • Bestellungen. Eine Bestellung erreicht die Stelle, die sie bearbeitet, und Status oder Sendungsnummer gehen zurück.

Das ist dasselbe Ziel wie bei jeder Webshop-Anbindung. Der Unterschied liegt darin, wie die Verbindung hergestellt wird, und davon handelt der Rest.

Push und Pull in einfachen Worten

Ein System kann nachfragen, ob etwas Neues da ist (Pull oder Polling), etwa alle zehn Minuten. Es kann auch einen Hinweis bekommen, sobald etwas passiert (Push). Ein solcher Hinweis heißt oft Webhook: Das System sendet selbst eine Nachricht an eine Adresse, die Sie angeben 3. Nachfragen ist einfach, aber Sie hängen immer etwas hinterher und fragen oft ins Leere. Ein Hinweis ist schneller, doch Ihre Seite muss die Nachricht empfangen und verarbeiten können. Viele Anbindungen nutzen beides.

API, Plugin, CSV-Import oder fertige Integration?

Alle vier bringen Daten von A nach B. Sie unterscheiden sich in Tempo, Flexibilität und darin, wie viel Arbeit Sie damit haben.

AnsatzSo funktioniert esPasst zuAchten Sie auf
API-AnbindungZwei Systeme sprechen direkt miteinander, auf Anfrage oder sobald etwas passiertDaten, die sich oft ändern, etwa Bestand und BestellungenJemand muss sie bauen oder einkaufen und pflegen
PluginEin Modul im Shop spricht mit einem anderen SystemEine einfache AnbindungJede weitere Anbindung ist ein weiteres Plugin mit eigener Wartung
Dateiimport (CSV oder XML-Feed)Eine Datei wird zu festen Zeiten abgeholt oder hochgeladenProduktdaten, die sich selten ändernZwischen zwei Läufen sind die Daten veraltet, und Bestellungen laufen meist nicht zurück
Fertige IntegrationEin Anbieter hat die API-Arbeit schon erledigt und pflegt sieBekannte Marktplätze, Lieferanten und SystemeSie können nur aus dem wählen, was der Anbieter unterstützt

Eine fertige Integration ist meist selbst eine API-Anbindung: Der Anbieter hat die Arbeit erledigt, Sie müssen nichts bauen. Das ist die normale Wahl, solange das gewünschte System auf der Liste steht. Siehe auch den Unterschied zwischen Plugin, Integrationsplattform und eigener API.

Was kann schiefgehen?

  • Limits. Eine API erlaubt nur eine bestimmte Anzahl Anfragen pro Zeitraum. Überschreiten Sie sie, erhalten Sie die Meldung "zu viele Anfragen" (HTTP 429) und müssen warten 2. Bei großen Katalogen muss Ihre Anbindung das berücksichtigen.
  • Zugang. Jede API will wissen, wer anfragt, meist mit Schlüssel oder Token. Schlüssel laufen ab, werden widerrufen oder gelangen nach außen. Wer verwaltet sie?
  • Versionen. Eine API ändert sich. Eine alte Version verschwindet irgendwann, und eine nicht angepasste Anbindung hört auf zu funktionieren.
  • Fehler. Eine Anfrage kann an einer Störung, einem Time-out oder falschen Daten scheitern. Eine gute Anbindung versucht es erneut und zeigt, was nicht geklappt hat, statt still zu scheitern.
  • Daten, die nicht passen. Kategorien, Steuercodes und Attribute heißen überall anders. Jemand muss sie abgleichen.

So beurteilen Sie einen Anbieter

  • Gibt es eine öffentliche Dokumentation, die Sie selbst lesen können?
  • Gehen Daten in eine Richtung oder in beide, und wie oft?
  • Was passiert bei einem Fehler, und sehen Sie das selbst?
  • Wer passt die Anbindung an, wenn die Gegenseite ihre API ändert?
  • Welche Limits gelten für Ihr Paket?

Selbst bauen oder einen Anbieter nutzen?

Selbst bauen lohnt sich, wenn Sie einen Prozess haben, den niemand standardmäßig unterstützt, etwa ein eigenes ERP oder eine individuelle Kasse, und wenn ein Entwickler die Lösung auch nach der Übergabe pflegt. Rechnen Sie mit Bauzeit, Tests, Fehlerbehandlung und Anpassungen bei jeder API-Änderung.

Ein Anbieter ist klüger bei bekannten Kanälen wie Marktplätzen oder Lieferanten. Diese APIs sind für Sie nicht einzigartig, also teilen Sie die Arbeit lieber mit anderen. Auch die Kombination gibt es: eine fertige Integration für die Standardkanäle und eigene Software für alles andere.

Was StoreLinkr bietet: Integrationen und eine eigene API

StoreLinkr hat zwei Seiten, und Sie können beide kombinieren.

Fertige Integrationen

Die Übersicht der Integrationen listet die Marktplätze, Webshops, Lieferanten und Lagersysteme, die StoreLinkr bereits anbindet. Dafür müssen Sie keine API-Anbindung bauen. Steht ein System nicht darin, ist es nicht verfügbar; fragen Sie dann zuerst nach, was möglich ist. Siehe auch Onlineshop anbinden.

Die E-Commerce-API

Für alles, was darüber hinausgeht, hat StoreLinkr eine RESTful E-Commerce-API (die Seite ist auf Englisch). Ihre Entwickler können damit Produkte auslesen und aktualisieren, Bestandsänderungen durchführen sowie Bestellungen abrufen und verarbeiten. Zusätzlich unterstützt StoreLinkr Webhooks, sodass Ihr System bei einer neuen Bestellung oder Bestandsänderung einen Hinweis bekommt, statt ständig nachzufragen. Für den Datenaustausch sind JSON, XML und CSV möglich. Die öffentliche Dokumentation finden Sie unter api.storelinkr.com.

Ihre Marktplatz- und Webshop-Anbindungen funktionieren weiter, während Ihre eigene Software per API darauf aufsetzt. Welche Limits gelten, hängt von Ihrem Paket und der Nutzung ab. Fragen Sie nach, bevor Sie etwas Aufwendiges bauen, und sehen Sie die Preise.

Die API richtet sich an Unternehmen mit eigener Entwicklungskapazität oder einem technischen Partner. Ohne Entwickler beginnen Sie bei den fertigen Integrationen.

Auf der StoreLinkr-API aufbauen

Lesen Sie, was die E-Commerce-API kann, und finden Sie die öffentliche Dokumentation.

Häufige Fragen

Zwei Programme tauschen automatisch Daten über eine vereinbarte Schnittstelle aus, die API. Sie müssen nichts abtippen oder hochladen.

Ein Plugin ist ein Modul im Shop, das oft ein System anspricht. Meist nutzt es dafür ebenfalls eine API. Der Unterschied: Bei einer API-Anbindung bestimmen Sie, was ausgetauscht wird, ein Plugin hat das für Sie festgelegt.

Bei Daten, die sich oft ändern, etwa Bestand und Bestellungen, meist ja: Es gibt weniger Verzögerung und es kann auch zurückgehen. Bei selten geänderten Produktdaten genügt oft ein Feed.

Ein Webhook ist eine Nachricht, die ein System von selbst an eine Adresse von Ihnen sendet, sobald etwas passiert, etwa eine neue Bestellung. Sie müssen nicht ständig nachfragen, ob etwas Neues da ist.

Ja. Die E-Commerce-API ist eine RESTful-API für Produkte, Bestand und Bestellungen, mit Webhooks für neue Bestellungen und Bestandsänderungen. Die öffentliche Dokumentation steht unter api.storelinkr.com/api/doc/public_v2.

Für die fertigen Integrationen nicht, die richten Sie selbst ein. Für eine eigene Anbindung über die API schon: Sie ist für Unternehmen mit eigener Entwicklungskapazität oder einem technischen Partner gedacht.

Quellen

Geprüft am 27. Oktober 2026.

  1. MDN Web Docs, API: developer.mozilla.org/en-US/docs/Glossary/API
  2. MDN Web Docs, 429 Too Many Requests: developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/HTTP/Status/429
  3. Wikipedia, Webhook: en.wikipedia.org/wiki/Webhook