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Preismodelle für PIM-Software
Wer nach "PIM System Kosten" sucht, findet selten einen einzigen Betrag. Das liegt daran, dass Anbieter nach ganz unterschiedlichen Größen abrechnen. Was ein PIM-System genau ist, lesen Sie unter Was ist ein PIM-System. Hier geht es um die Rechnung. Es gibt grob sechs Preismodelle, und oft kombiniert ein Anbieter zwei oder drei davon.
| Preismodell | Wofür Sie zahlen | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Pro Nutzer | Jedes Konto, das im PIM arbeitet | Wird teuer, sobald Einkauf, Marketing und Kundenservice mitarbeiten wollen. |
| Pro Produkt oder SKU | Die Anzahl der Artikel, oft in Staffeln | Varianten zählen manchmal als eigene SKU, eine Größentabelle kann Sie in die nächste Staffel schieben. |
| Pro Kanal oder Connector | Jeder Onlineshop, Marktplatz oder Feed, den Sie anbinden | Jeder neue Verkaufskanal erhöht die Rechnung. |
| Nach Bestellvolumen | Die Anzahl Bestellungen pro Monat, die durch das System laufen | Der Preis wächst mit Ihrem Umsatz, nicht mit Ihrem Katalog. |
| Feste Lizenz | Ein Jahresbetrag pro Installation oder Umgebung | Einführung, Hosting und Wartung kommen meist hinzu. |
| Open Source | Keine Lizenz für die Basisversion | Hosting, Updates, Entwicklung und Schnittstellen tragen Sie selbst, in Geld oder in Stunden. |
Keines dieser Modelle ist grundsätzlich günstiger. Es kommt darauf an, was bei Ihnen wächst. Ein Onlineshop mit kleinem Sortiment und vielen Bestellungen zahlt pro SKU wenig, pro Bestellung aber mehr. Ein Großhändler mit zehntausenden Artikeln und weniger Bestellungen liegt genau umgekehrt. Rechnen Sie deshalb immer mit Ihren eigenen Zahlen: Anzahl Produkte inklusive Varianten, Anzahl Nutzer, Anzahl Kanäle und Bestellungen pro Monat, heute und in zwei Jahren.
Fragen Sie bei jedem Angebot, was passiert, wenn Sie eine Grenze überschreiten. Stoppt das System, zahlen Sie einen Aufschlag oder rutschen Sie automatisch in ein teureres Paket?
Alle Kosten eines PIM im Überblick
Die Lizenz oder das Abonnement ist meist nur ein Teil der Gesamtkosten. Stellen Sie bei jedem PIM-System, das Sie in Betracht ziehen, diese Positionen nebeneinander, einmalig und pro Jahr:
| Kostenposition | Einmalig oder laufend | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Lizenz oder Abonnement | Laufend | Preismodell: Nutzer, SKUs, Kanäle, Bestellungen oder Festbetrag |
| Einführung und Einrichtung | Einmalig | Datenmodell, Attribute, Kategoriebaum, Workflows |
| Datenmigration | Einmalig | Anzahl der Quellen, Qualität der heutigen Daten, Bereinigung von Dubletten |
| Schnittstellen (Connectoren) | Einmal bauen, laufend pflegen | Anzahl der Onlineshops, Marktplätze, Lieferanten und Feeds |
| Hosting, Updates und Sicherheit | Laufend | Vor allem bei Open Source und eigener Installation |
| Anreicherung und KI | Laufend, nach Nutzung | Anzahl Produkte und Texte, gewähltes KI-Modell |
| Interne Stunden | Beides | Wer die Daten pflegt, prüft und neue Produkte anlegt |
Die Posten, die oft vergessen werden
- Schnittstellen. Ein PIM ohne Verbindung zu Onlineshop und Marktplätzen ist nur eine weitere Datenbank. Manchmal sind Connectoren enthalten, manchmal braucht jede Anbindung eine eigene Lizenz oder Individualentwicklung.
- Datenmigration. Ihre alten Daten sind selten sauber. Dubletten entfernen, fehlende EANs ergänzen und lose Varianten gruppieren dauert länger als der Import selbst.
- Anreicherung. Texte und Attribute zu schreiben kostet Stunden oder, mit KI, Nutzungskosten bei einem KI-Anbieter.
- Interne Stunden. Jemand muss das PIM betreuen. Im Großhandel wird das schnell zu einer festen Aufgabe.
Wie Sie die Einführung selbst angehen und welche Schritte dazugehören, lesen Sie unter PIM-Einführung.
PIM Open Source und kostenlos: was kostet es wirklich?
Es gibt PIM-Systeme, die Sie kostenlos nutzen können. Meist handelt es sich um eine Community- oder Open Source Edition eines Anbieters, der daneben bezahlte Versionen verkauft. Zwei bekannte Beispiele:
- Akeneo PIM Community Edition ist laut Akeneo kostenlos und Open Source. Sie laden die Software herunter, installieren, hosten und passen sie selbst an; wer das nicht möchte, kann bei Akeneo eine kostenpflichtige Cloud-Version beziehen 1.
- Pimcore bietet eine kostenlose Community Edition auf Basis seines Open Core. Die kostenlose Nutzung gilt allerdings unter Bedingungen, etwa für Unternehmen mit weniger als 5 Millionen Jahresumsatz; darüber ist eine kostenpflichtige Edition nötig 3. Die kostenpflichtigen Editionen werden pro Jahr abgerechnet, mit unbegrenzt Produkten und Nutzern und einer Grenze bei der Anzahl der Produktivinstanzen 2.
"Kostenlos" bedeutet hier: keine Lizenzgebühr. Den Rest zahlen Sie trotzdem, nur nicht an den Anbieter:
- Hosting: ein Server, den Sie selbst mieten und betreiben, mit Backups und Monitoring.
- Updates und Sicherheit: neue Versionen installieren und testen, auch wenn etwas kaputtgeht.
- Entwicklung: ein Entwickler oder eine Agentur, die das Datenmodell einrichtet und Anpassungen vornimmt.
- Schnittstellen: die Verbindung zu Onlineshop, Marktplätzen und Lieferanten bauen oder kaufen Sie separat.
Ein PIM als Open Source passt, wenn Sie eigene Entwickler oder eine feste Agentur haben und wirklich ein eigenes Datenmodell brauchen. Für einen Onlineshop ohne technisches Team kosten die Stunden oft mehr als die gesparte Lizenz.
Rechenbeispiel: Onlineshop und Großhandel
Beträge unterscheiden sich je nach Anbieter und Agentur, daher zeigt die Tabelle keine Preise, sondern Zeit und Kostenpositionen. Es sind Beispielschätzungen zum Rechnen, kein Angebot. Setzen Sie Ihren eigenen Stundensatz oder den Ihrer Agentur ein.
| Kostenposition | Onlineshop Wohnaccessoires | Großhandel Fahrradteile |
|---|---|---|
| Ausgangslage | 800 Produkte, 1 Lieferant, eigener Onlineshop und ein Google Shopping Feed | 20.000 Artikel mit Varianten, 4 Lieferanten, Onlineshop, 2 Marktplätze und eine B2B-Preisliste |
| Einrichtung (Kategorien, Attribute, Preisregeln) | 1 bis 2 Tage | 2 bis 4 Wochen |
| Datenmigration und Bereinigung | 1 Tag, vor allem EANs und Bilder prüfen | Mehrere Wochen: Dubletten, Varianten gruppieren, Kategorien zuordnen |
| Schnittstellen | 2 Kanäle | Lieferantenfeeds plus 3 oder mehr Kanäle, jeder mit eigenen Kategorie- und Attributvorgaben |
| Anreicherung | Texte für 800 Produkte einmalig, danach neue Produkte | Laufend, denn Lieferanten senden jede Woche neue Artikel |
| Interne Stunden pro Woche nach dem Start | Ein paar Stunden | Eine oder mehrere Personen mit Produktdaten als fester Aufgabe |
| Größtes Kostenrisiko | Ein zu großes System wählen | Schnittstellen und Datenqualität unterschätzen |
Was auffällt: Beim Onlineshop ist das Abonnement der größte Posten und die Einrichtung ist in wenigen Tagen erledigt. Wählen Sie dort ein PIM, das direkt mit Shop und Feeds spricht, damit niemand eine Schnittstelle bauen muss. Beim Großhandel stecken die echten Kosten in Datenmigration, Schnittstellen und den Stunden, die jede Woche wiederkommen. Dort lohnt sich ein System, das Lieferantendaten automatisch einliest und Ihre eigenen Änderungen beim nächsten Import beibehält.
Rechnen Sie zu den internen Stunden auch die Zeit, die Sie heute für doppelte Eingaben, manuelle Bestandspflege und Fehlerkorrekturen aufwenden. Das ist die Ersparnis, der Sie die Kosten gegenüberstellen.
Was kostet das PIM von StoreLinkr?
StoreLinkr rechnet nach Bestellvolumen ab. Abonnements beginnen bei 69 € pro Monat für das Paket Pico, bis 75 Bestellungen pro Monat. Der Preis wächst mit der Anzahl Bestellungen pro Monat, nicht mit der Anzahl Produkte oder Nutzer. Sie können es zuerst testen; alle Pakete finden Sie auf der Preisseite.
- Schnittstellen inklusive. Die Verbindungen zu Onlineshops, Marktplätzen, Produktfeeds und Lieferanten sind im Abonnement enthalten. Welche es gibt, sehen Sie unter Integrationen.
- Kein eigenes Hosting, keine eigenen Updates. StoreLinkr läuft als Online-Dienst, Server und Updates sind nicht Ihre Aufgabe.
- KI mit Ihrem eigenen Schlüssel. Für die KI-Produktanreicherung verbinden Sie Ihren eigenen Schlüssel für OpenAI, Claude oder Gemini. Die Nutzungskosten zahlen Sie direkt an den KI-Anbieter, ein tägliches Token-Limit bremst sie.
- Zusätzliche Lagerorte sind eine kostenpflichtige Erweiterung.
Ehrlich gesagt: StoreLinkr ist ein PIM mit Integrationsplattform für Onlineshops, Großhändler und Einzelhändler, kein Enterprise-PIM. Übersetzte Produkttexte pro Sprache, eigene Beschreibungen pro Kanal, eine separate DAM-Medienbibliothek und Rollen pro Nutzer gibt es nicht. Brauchen Sie das, sehen Sie sich die Systeme im PIM-Systeme Vergleich an.
Checkliste: PIM-Angebote fair vergleichen
Legen Sie jedes Angebot neben diese Fragen. So vergleichen Sie die Gesamtkosten statt nur den Monatsbetrag:
- Wonach rechnet das Preismodell ab, und was kostet es, wenn sich Sortiment, Team oder Bestellvolumen verdoppeln?
- Welche Schnittstellen sind enthalten, und was kostet jeder weitere Onlineshop oder Marktplatz?
- Wer übernimmt die Einführung, wie viele Stunden sind geplant und was ist nicht enthalten?
- Wer hostet und aktualisiert das System, und was kostet das pro Jahr?
- Wie funktioniert die Anreicherung: von Hand, mit eingebauter KI gegen Aufpreis oder mit Ihrem eigenen KI-Schlüssel?
- Wie viele interne Stunden pro Woche brauchen Sie nach dem Start?
- Wie kommen Sie wieder heraus: können Sie Ihre Daten mitnehmen und welche Kündigungsfrist gilt?
Rechnen Sie die Antworten über drei Jahre hoch, einmalig plus laufend. Erst dann sehen Sie, welches PIM-System für Ihre Situation wirklich am günstigsten ist. Mehr zu StoreLinkr als PIM lesen Sie auf der Seite PIM-System.
Ein PIM mit Schnittstellen inklusive
Pflegen, anreichern und an Onlineshop und Marktplätze senden, mit einem Preis, der mit Ihren Bestellungen wächst.
Häufige Fragen
Quellen
Geprüft am 5. November 2026.
- Akeneo: Akeneo PIM Community Edition: akeneo.com/akeneo-pim-community-edition/
- Pimcore: Preise und Editionen: pimcore.com/en/pricing
- Pimcore: Community Edition: pimcore.com/en/products/edition/community